Tempo 30
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Tempo 30 in der Herti und in der Gartenstadt
Im August 2005 reichte eine Delegation der AG Siedlung und Verkehr des Quartiervereins ZUGWEST zwei Petitionen für Tempo 30 in der Herti und in der Gartenstadt ein. Die gut 800 Unterschriften für das Anliegen zeigten uns, dass wir damit ein Bedürfnis vieler AnwohnerInnen getroffen hatten. Der Stadtrat stimmte den Petitionen zu.
Leider wurde aber sowohl der Wille der Bevölkerung als auch das Gutachten des Ingenieurbüros nicht in ganzer Linie befolgt. Nur der nördliche Teil der Allmendstrasse bis zur Einmündung der Eichwaldstrasse wurde in den Perimeter einbezogen. Somit bleiben die gewisse Liegenschaften benachteiligt und vor allem der Kindergarten- und Schulweg kreuzt die gefährliche Allmendstrasse immer noch im Tempo-50-Bereich: Eine aus Sicherheitsüberlegungen sehr unbefriedigende Situation.
Bis das gesetzlich notwendige Gutachten vorlag, dauerte es 2 Jahre. Auf den Signalisationsbeschluss des Stadtrates erhoben dann 3 Parteien Beschwerde.
Stellungnahme Quartierverein zur Vernehmlassung an die Stadt [1'207 KB]
Pressemitteilung zur Einführung Tempo 30 [156 KB]
Brief an den Regierungsrat [202 KB]
Antwort Stadtrat an Silvan Brandenberg [1'793 KB]
Der Medienmitteilung von Ende April 2009 ist folgendes zu entnehmen: Der Stadtrat von Zug beschloss für die Quartiere Rötel und Herti/Gartenstadt die Einführung von je einer Tempo-30-Zone. Der Regierungsrat des Kantons Zug hat am 7. April 2009 (Quartier Rötel) und am 28. April 2009 (Quartiere Herti/Gartenstadt) über die gegen die Anordnung der Zonen erhobenen Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern entschieden.
Die (zu) wenigen geplanten baulichen Massnahmen im Quartier Herti würden aber das heute sehr hohe Geschwindigkeitsniveau nicht in dem Masse senken, dass man nach deren Ausführung und der Signalisation als Tempo-30-Zone auch tatsächlich von einer Tempo-30-Zone sprechen könnte. Der Regierungsrat hatte daher die Beschwerde auf nachstehenden Strassen gutzuheissen: Letzistrasse, St.-Johannes-Strasse, Allmendstrasse, Feldstrasse, Eichwaldstrasse, An der Lorze.
Die von der Stadt im Hertiquartier geplanten baulichen Massnahmen könnten grundsätzlich auch unabhängig von der Einführung einer Tempo-30-Zone realisiert werden.
Abgewiesen wurde die Beschwerde jedoch aufgrund ausreichender baulicher Veränderungen in folgenden Strasse, in welchen somit die Tempo-30-Zone eingeführt werden kann: Aabachstrasse (ab Riegel bei Aabachstrasse Nr. 20 bis Feldstrasse), Gartenstadt, Weststrasse, Hertistrasse, Nelkenweg, Fliederweg und Neuweg.
Medienmitteilung Regierungsrat Zug vom 30. April 2009
Arbeitsgruppe Tempo 30 im Herti
An der Generalversammlung des Quartiervereins hat sich eine „Arbeitsgruppe 30er Zone im Herti“ formiert, welche sich am 20. Mai 2009 zum ersten Mal getroffen hat.
Das Ziel der Gruppe ist, mit Stadtrat Andreas Bossard und Verkehrsplaner Stefan Juch über das weitere Vorgehen und über mögliche Massnahmen zur Verkehrsberuhigung resp. Einführung der Tempo 30er Zone zu diskutieren.
Kurz vor den Sommerferien hat sich nun die Arbeitsgruppe mit dem Stadtrat getroffen, um Fragen rund um Tempo 30 zu besprechen. Neben Stadtrat Bossard waren auch Verkehrsplaner Stefan Juch und Stadtingenieur Peter Durisin anwesend und legten den QuartiervertreterInnen folgenden Plan zur Geschwindigkeitsreduktion vor:
- Die vom Regierungsrat genehmigte Tempo 30 Zone im Gebiet Aabachstrasse, Hertistrasse, Gartenstadt wird so schnell als möglich umgesetzt. Die Einengung (Tor) ab der Feldstrasse in die Aabachstrasse Nord wird provisorisch erstellt. Mit der Umgestaltung der Aabachstrasse Nord (Baubeginn voraussichtlich Frühjahr 2010) wird die Einengung definitiv erstellt und mit einer Trottoirüberfahrt versehen.
- Gestaltung einer Kernfahrbahn (kein Mittelstreifen, beidseitig breite Velostreifen) auf der Feldstrasse (von Einmündung Gartenstadt bis SAC Gebäude), Allmendstrasse Nord (je nach Anordnung zusätzlicher Parkfelder), Eichwaldstrasse, St.-Johannes-Strasse und Letzistrasse (je nach Anordnung zusätzlicher Parkfelder).
- Bus-Wendeschleife auf der Feldstrasse wird vorverlegt, neu bei der Einfahrt auf Parkplatz Höhe SAC Gebäude (prov. Massnahme bis Dezember 2012).
- Zwischen SAC Gebäude und Restaurant Zugo werden je 4 und 3 Parkfelder versetzt angebracht (als Ersatz für die Parkplätze, die durch die Bus-Wendeschleife wegfallen).
- Fahrbahnhaltestellen für den Bus auf der Feldstrasse Höhe Haus Feldhof Nr. 13 und Einmündung Aabachstrasse (in der Kurve) sofern das zuständige Amt für öffentlichen Verkehr die zusätzliche Haltestelle genehmigt.
- Anbringung Fussgängerstreifen auf der Feldstrasse bei bestehender Schutzinsel beim SAC Clubhaus sowie auf der Feldstrasse auf Höhe Einmündung Gartenstadt bei künftiger Schutzinsel gestützt auf Fussgänger- und Verkehrszählung.
- Die bestehenden Fussgängerstreifen auf der Allmendstrasse werden mit Schutzinseln versehen.
- Auf der St.-Johannes-Strasse werden beim Fussgängerstreifen Höhe Haus Nr. 8 und Bushaltestelle St. Johannes (Altersheim) zusätzliche Sicherheitsmassnahmen durch Verengung der Fahrbahn angebracht.
- Entsprechende Signalisationen sowie ab Kreisel Feldstrasse keine Richtungsangabe Stadion/Leichtathletik über die Feldstrasse.
Als zusätzliche Massnahmen werden geprüft:
- Velostreifen oder Parkfeldversetzung bei der Einmündung in die Letzistrasse von der General-Guisan-Strasse herkommend.
- Einengung bei der Einmündung General-Guisan-Strasse/Letzistrasse die Anbringung von Längsparkfelder auf der Allmendstrasse zwischen Leichtathletikstadion und Abzweigung St.-Johannes-Strasse.
Folgende Faktoren gilt es noch zu beachten:
- Vor und nach Eröffnung der Nordzufahrt (25. September 2009) sollen auf der Feldstrasse Messungen bezüglich Verkehrsaufkommen gemacht werden.
- Die aktuellen Messungen (Mai 2009) haben ergeben, dass pro Tag 2'100 Fahrzeuge die Feldstrasse befahren (Vergleich Löberenstrasse 2'600 pro Tag,).
- 2012 wird ein neues kantonales Buskonzept eingeführt, das unter anderem Auswirkungen auf die Linien 6, 11 und 13 haben wird.
Das weitere Vorgehen sieht folgendermassen aus:
Die oben erwähnten Massnahmen werden in den nächsten Wochen – möglichst vor der Eröffnung der Nordzufahrt – umgesetzt. Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen werden zeigen, wie effektiv die angebrachten Massnahmen in Bezug auf die gewünschte Temporeduktion sind. Sollte die gewünschte Temporeduktion nicht erreicht werden, wird die Situation bezüglich Einführung Tempo 30 neu beurteilt. Rückmeldungen aus dem Quartier sind erwünscht. Je nach Geschwindigkeitsniveau müsste in Anbetracht des regierungsrätlichen Urteils allerdings eine massive Umgestaltung der betroffenen Strassenräume ins Auge gefasst werden. In diesem Falle wäre ein Objektkredit für ein solches Projekt aufgrund der Finanzkompetenzen in der Stadt Zug gemäss Gemeindeordnung durch den GGR zu beschliessen, der je nach Höhe des Kredites sogar dem fakultativen Referendum unterliegen würde. Dazu muss erneut ein Gutachten erstellt werden, welches zum Schluss kommen muss, dass die Einführung einer Tempo-30-Zone nötig, zweck- und verhältnismässig ist und dass keine anderen Massnahmen vorzuziehen sind.
Mit anderen Worten: ob und wann eine Tempo 30 Zone eingerichtet wird, hängt einzig davon ab, wie sich die oben erwähnten Massnahmen bewähren werden. Wir bleiben dran!
| Medienmitteilung 14.09.2009 |
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Sehr geehrte Damen und Herren Wie Sie wissen, kämpfen wir in unserem Quartier seit langem mit den dringend notwendigen Tempo-30-Zonen auf den Quartierstrassen (Feldstrasse, Gartenstadt, Allmendstrasse, St. Johannes-Strasse, Eichwaldstrasse und Letzistrasse), damit diese für die BewohnerInnen, v.a. für die Kinder, sicherer werden. Viel wurde uns versprochen, geschehen ist leider nichts. Nach zweimaligem Nachfragen stellte sich heraus, dass das Departement für Soziales, Umwelt und Sicherheit zwei Wochen vor dem Eröffnungsfest der Nordzufahrt noch nicht mal über einen definitiven Terminplan verfügt. Dass kein Bauunternehmer gefunden werden könne, der die Massnahmen umsetzen würde, scheint uns als dermassen an den Haaren herbeigezogene Ausrede, dass wir uns entschieden, angefügten Brief an den Stadtrat zu schicken. Brief an den Stadtrat vom 10. September 2009 [130 KB] Freundliche Grüsse Quartierverein ZUGWEST Patricia Bouchard Roos Co-Präsidentin |
Antwort des Stadtrates
Praktisch über Nacht tat sich etwas auf den Strassen in ZUGWEST: auf der Feldstrasse, der Aabachstrasse, der Allmend- und St. Johannesstrasse wird markiert, Inselchen sind aufgestellt worden, Pflastersteine liegen bereit.
Wir sind überzeugt, dass wir das richtige Mittel ergriffen haben, damit endlich etwas geht in diesem Bereich.
Brief vom Stadtrat vom 22. September 2009 [563 KB]
Massnahmen im Bereich Letzistrasse, Info vom 29. Oktober 2009 [448 KB]
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Es geht etwas, unsere Hartnäckigkeit hat sich gelohnt.
Wissen Sie mehr?
... dann melden Sie sich doch bitte bei uns.





